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(30.10.2010) Goldmedaillen für beide Deibler-Brüder sowie den erwarteten Sieg für Paul Biedermann über die 400 Meter Freistil konnten die Fans am heutigen ersten Tag des Kurzbahn-Weltcups in Berlin bejubeln. Olympiasiegerin Britta Steffen schwamm bei ihrem Comeback nach 15-monatiger Abwesenheit auf der internationalen Bühne über die 50 Freistil mit Rang vier knapp am Podium vorbei.

 

Für einen Kracher sorgte Steffen Deibler gleich im zweiten Finallauf des Tages. Über die 100 Meter Freistil schwamm der 23-Jährige in 46,69 Sekunden zum Sieg und sorgte damit für die zweitschnellste Zeit des Jahres. Eine Zehntel hinter ihm schlug der Russe Sergey Fesikov an. Auch die Bronzemedaille ging ins Hause Deibler: Markus kam in 47,13 Sekunden auf Rang drei und ließ dabei den Franzosen Fabien Gilot knapp hinter sich.
Über die 100 Lagen tat es Markus Deibler dann seinem älteren Bruder gleich und holte sich die Goldmedaille. In neuer Weltjahresbestzeit von 52,17 Sekunden verwies er dabei den Führenden der Gesamtwertung, Thiago Pereira aus Brasilien, auf den zweiten Rang. Zum Abschluss des Finalabschnitts war es dann wieder Steffen, der für weiteres Edelmetall sorgte: Über die 50 Meter Schmetterling musste er sich in 22,61 Sekunden lediglich seinem Dauerrivalen Roland Schoeman geschlagen geben.

Biedermann schwimmt an EM-Norm vorbei

Über die 400 Meter Freistil schwamm Weltmeister Paul Biedermann wie erwartet zum Sieg. In 3:42,31 Minuten blieb der Weltrekord-Inhaber dabei noch über der vom DSV geforderten EM-Normzeit (3:41,76). Den Isländer Pal Joensen ließ der Hallenser um mehr als zwei Sekunden hinter sich. Benjamin Starke, der aus gesundheitlichen Gründen auf die EM in Budapest verzichten musste, kam bei seinem Heim-Weltcup in 3:45,67 Minuten auf Rang fünf. Jan Wolfgarten wurde Sechster (3:47,09), Joel Ax Achter (3:50,83).

Steffen bei Comeback Vierte – Brandt mit Silber

Direkt nach Biedermanns Sieg stand der Endlauf über die 50 Meter Freistil und damit das Final-Comeback von Lebensgefährtin Britta Steffen an. In 24,53 Sekunden kam die Berlinerin auf den vierten Rang und ärgerte sich danach vor allem über die verpatzte Wende. “Ich habe mir das sicher anders vorgestellt. Verlieren fühlt sich beschissen an”, so die Olympiasiegerin. Freuen konnte sich stattdessen Dorothea Brandt, die in 24,28 Sekunden zu Silber schwamm. Der Sieg ging an die Niederländerin Hinkelien Schreuder (24,06). Morgen kann und will es Britta Steffen über die doppelte Distanz besser machen. “Ich denke, diese Strecke liegt mir mehr, aber es ist auch eine fantastische Konkurrenz am Start”, erklärte sie.

Pereira mit bisher bester Leistung – Deibler auf Rang drei

In der Liste der punktbesten Leistungen führt bei den Männern erneut Thiago Pereira, der über die 400 Lagen in 4:02,83 Minuten 933 Punkte holte.  Markus Deiblers Jahresbestzeit über die 100 Lagen war 921 Punkte wert, womit er in der Rangliste derzeit auf Platz drei liegt. Bei den Frauen stellte die US-Amerikanerin Dana Vollmer in 55,59 Sekunden über die 100 Schmetterling und damit verbundenen 971 Punkten die beste Leistung auf.

Köhler, Thimm und Koch mit Medaillen

Drei weitere Medaillen gab es für die Fans des DSV-Teams in der Schwimm- und Sprunghalle im Europasportpark zu bejubeln. Sarah Köhler und Elisa Thimm kamen über die 800 Freistil hinter der Chilenin Christel Köbrich auf die Podestplätze. Für eine weitere Medaille der DSV-Schwimmer sorgte Marco Koch, der in 2:08,15 Minuten über die 200 Meter Brust auf Rang drei kam. Über die 200 Meter Lagen schwamm Theresa Michalak in 2:10,47 Minuten als Vierte knapp an den Medaillen vorbei. Katharina Schiller (2:12,88) wurde Sechste.

Verflixte Sieben bei DSV-Schwimmern

Vize-Europameisterin Silke Lippok kam über die 200 Meter Freistil in 1:57,20 Minuten auf Rang sieben, 77 Hundertstel dahinter schlug Lisa Vitting an. Über die 50 Brust wurde Erik Steinhagen in 27,60 Sekunden Sechster. Johannes Neumann kam in 27,69 Sekunden auf Platz acht. Caroline Ruhnau schwamm über die 100 Meter Brust in 1:07,30 Minuten auf den sechsten Rang. Über die 400 Meter Lagen wurde Morten Ahme in 4:20,55 Minuten Siebter. Daniela Schreiber wurde im Endlauf über die 100 Schmetterling vor Iris Rosenberg ebenfalls Siebte, genau wie Stefan Herbst über die 100 Meter Rücken und Deborah Gonschorek vor Jenny Mensing über die 50 Rücken. Auch Mensing schwamm später über die 200 Rücken auf Rang sieben (2:06,45). Die 200 Meter Schmetterling beendete Tim Wallburger (1:56,73) auf Rang sechs. Yannick Lebherz wurde Achter.