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(03.12.2020) Erst kommt Olympia, dann die Paralympics. Diese Regel trifft zu, wenn man in den Sportkalender blickt, und leider auch oft noch immer beim Stellenwert beider Events. Doch der paralympische Sport hat in den zurückliegenden Jahren immer mehr aufgeholt und mittlerweile spielen die Akteure auch in Medien und Berichterstattung eine wachsende Rolle. Die gebürtige Greifswalderin Verena Schott hat mit ihren Leistungen im Schwimmbecken dazu beigetragen. Wir haben für die kommende swimsportMagazine Winterausgabe (nur noch bis Sonntag im Abo) mit der erfahrenen Nationalschwimmerin gesprochen.

"Man braucht einfach mehr Zeit für ein ähnliches Ergebnis", erklärt uns Verena Schott mit Blick auf die Frage, wie viel Aufwand die paralympischen Top-Schwimmer im Vergleich zu ihren Kollegen aus dem olympischen Sport investieren. 

Etliche Trainingslager, mehrere Einheiten pro Tag, Wettkampfreisen durch die ganze Welt - da stehen die beim Deutschen Behindertensportbund (DBS) organisierten Schwimmer den Athleten aus dem Bereich des DSV in nichts nach. Im Gegenteil: "Manchmal ist der Aufwand bei uns aber sogar noch höher als bei den Schwimmern ohne Handicap", so Verena. "Bei uns liegt ein großer Schwerpunkt auch auf der Arbeit mit den Physiotherapeuten, um aufgrund der Behinderung Schwachstellen aufzuarbeiten, die bei anderen Sportlern gar keine Rolle spielen."

Das Ziel für die neue Saison ist sowohl bei den olympischen als auch paralympischen Schwimmern dasselbe: Tokio. Verena Schott konnte bereits bei den Paralympics 2012 in London mit einer Silbermedaille glänzen. Vier Jahre später gab es in Rio dann zwei undankbare vierte Plätze. In Japan möchte die 31-Jährige nun 2021 erneut nach den Medaillen greifen. Doch leicht wird das nicht.

"Die Professionalisierung im paralympischen Sport hat stark zugenommen. Die Felder sind jetzt viel dichter, als es noch vor ein paar Jahren der Fall war." Es sei nicht mehr so, dass man sich im Vorlauf schonen könne, und locker ins Finale käme. Vorausschauend meint Verena: "In Tokio wird echt Leistung gefordert sein, egal ob bei Olympia oder den Paralympics."

Das komplette vierseitige Interview gibt es in wenigen Tagen in der Winterausgabe 2021 des swimsportMagazine. Das Heft ist nur noch BIS SONNTAG (06.12.) zum Abo-Vorteil erhältlich auf www.swimsport-abo.de