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(27.11.2020) Morgenstund hat Gold im Mund: Das gilt im kommenden Jahr auch bei den Freiwasserrennen der Olympischen Spiele in Tokio. Die Events über die 10km-Strecke am 4. und 5. August beginnen nämlich laut des aktualisierten Zeitplans bereits um 6:30 Uhr Ortszeit.

Das ist noch eine halbe Stunde eher, als im Juli angekündigt. Damals wurde die Startuhrzeit bereits von 8 Uhr auf 7 Uhr nach vorn verlegt. Dass die Wettbewerbe in den frühen Morgenstunden stattfinden, hängt mit den im August erwarteten hohen Temperaturen in Tokio zusammen. Im weiteren Tagesverlauf könnten diese in einen für die Athleten gesundheitsgefährdenden Bereich steigen.

Zwar ist das Datum der Freiwasserrennen zum neuen Termin 2021 kalendarisch nahezu identisch mit dem eigentlich geplanten 2020er Datum. Doch im nächsten Jahr kommt erschwerend hinzu, dass für die Wettkampfzeit auf der Rennstrecke im Odaiba Marine Park mit einem um etwa einen Meter niedrigeren Wasserstand im Vergleich zu 2020 zu rechnen ist. Grund dafür sind die Gezeiten, also Ebbe und Flut. Diese sind bekanntlich nicht vom Kalenderdatum sondern den Mondphasen abhängig.

Damit könnte sich das Wasser noch schneller erhitzen als an den alten 2020er Terminen. Dies dürfte bei der Verschiebung der beiden Rennen um nun insgesamt anderthalb Stunden weiter nach vorn eine entscheidende Rolle gespielt haben. "Frisch" dürfte es in der Bucht von Tokio dennoch nicht werden. Die Athleten müssen mit Temperaturen von bis zu 30°C rechnen. Ausgewählt wurde genau jene Strecke übrigens, weil sie mit der Skyline von Tokio im Hintergrund imposante TV-Bilder liefern soll.

Apropos TV: Den deutschen Schwimmfans dürfte die Verschiebung entgegenkommen. In unserer Zeitzone beginnen die Events damit um 23:30 Uhr statt 1 Uhr nachts. Mit Florian Wellbrock, Rob Muffels, Finnia Wunram und Leonie Beck werden auch vier deutsche Open Water Asse bei den Olympia-Rennen im Freiwasser dabei sein.

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Bild: FINA / Gwangju 2019