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(19.10.2020) Mit einer dominanten Vorstellung hat das Team London Roar das zweite Match der International Swimming League 2020 in Budapest für sich entschieden. Nachdem die Londoner schon Tag 1 des Matches dominiert hatten, legten sie am zweiten Tag sogar noch eine Schippe drauf.

Diesmal ließ sich auch Team-Kapitän Adam Peaty nicht die Butter vom Brot nehmen. Am Sonntag musste er noch mit Platz zwei über die 50 und 200m Brust Vorlieb nehmen, doch über die 100m-Strecke war er am Montag in 56,38 Sekunden nicht zu schlagen. Am Ende hatte das Team satte 610,5 Punkte auf dem Konto und damit einen Vorsprung von regelrecht brutalen 217 Punkten. Das war durchaus keine Selbstverständlichkeit. Nachdem viele australische Schwimmer aufgrund von Reisebeschränkungen ihre ISL-Teilnahme absagen mussten, fehlten den Londonern Top-Stars wie Kyle Chalmers oder Cate Campbell. Diese Ausfälle konnten sie jedoch, wie man sieht, bestens kompensieren.

Auch Christian Diener trug mit überzeugenden Vorstellungen und einem Sieg im KO-Wettbewerb zum Abschluss des Events maßgeblich zum Erfolg der Londoner bei. Der Potsdamer war der erfolgreichste Punktesammler seiner Mannschaft und Zweitbester in der "MVP"-Wertung des Matches. Mehr zu den Leistungen der deutschen Schwimmer am Montag gibt es hier: Diener siegt im KO-Wettbewerb & wird Top-Schwimmer seines Teams

Im Kampf um Platz zwei lieferten sich hinter den Londonern lange die Aqua Centurions aus Italien und das ungarische Team Iron einen Schlagabtausch, den die Gastgeber um Iron Lady Katinka Hosszu letztlich klar für sich entscheiden konnten. Die Olympiasiegerin hatte am ersten Tag komplett auf Starts verzichtet, gewann am Montag aber die 400m Lagen und 200m Schmetterling und punktete auch über die 100m Lagen. Entscheidend, um sich gegen die Verfolger durchsetzen zu können, waren am Ende die 400m Lagen, bei denen nicht nur Hosszu sondern auch ihr Teamkollege David Verraszto den Sieg davontrug.

In den anschließenden KO-Events kam es für die Aqua Centurions von Philip Heintz noch dicker: Nachdem hier weder bei den Damen noch bei den Herren eines ihrer Teammitglieder die erste Runde überstehen konnte, rutschten sie am Ende sogar noch auf den vierten Platz hinter das Team DC Trident ab. 

Die International Swimming League gönnt sich nun eine kurze Pause. Am Samstag geht es weiter mit Match 3. Diesmal greifen erstmals die beiden neuen Teams "Tokyo Frog Kings" und "Toronto Titans" ins Geschehen ein. Außerdem mit dabei sind erneut die Aqua Centurions mit Philip Heintz und LA Current mit Jacob Heidtmann.

Der Endstand von Match 2 in der ISL 2020:

  1. London Roar - 610,5
  2. Iron - 393,5
  3. DC Trident - 351,0
  4. Aqua Centurions - 339,0

Die schnellsten Schwimmer an Tag 2 des ISL Matches 2:

  • 100m Freistil (w): Ranomi Kromowidjojo (Iron) - 52,00
  • 100m Freistil (m): Zach Apple (DC Trident) - 45,74
  • 200m Schmetterling (w): Katinka Hosszu (Iron) - 2:07,04
  • 200m Schmetterling (m): Vini Lanza (London Roar) - 1:51,75
  • 100m Rücken (w): Kira Toussaint (London Roar) - 56,24
  • 100m Rücken (m): Guilherme Guido (London Roar) - 49,89
  • 100m Lagen (w): Maria Kameneva (London Roar) - 58,86
  • 100m Lagen (m): Marco Orsi (Iron) - 51,69
  • 200m Freistil (w): Marie Wattel (London Roar) - 1:54,65
  • 200m Freistil (m): Duncan Scott (London Roar) - 1:42,74
  • 50m Schmetterling (w): Ranomi Kromowidjojo (Iron) - 24,74
  • 50m Schmetterling (m): Szebasztian Szabo (Aqua Centurions) - 22,00
  • 100m Brust (w): Alia Atkinson (London Roar) - 1:04,21
  • 100m Brust (m): Adam Peaty (London Roar) - 56,38
  • 4x100m Lagen (mixed): DC Trident - 3:18,82
  • 400m Lagen (w): Katinka Hosszu (Iron) - 4:30,52
  • 400m Lagen (m): David Verraszto (Iron) - 4:04,25
  • 50m KO Rücken (w): Maria Kameneva (London Roar)
  • 50m KO Rücken (m): Christian Diener (London Roar)

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Bild: ISL / Mike Lewis