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(10.10.2020) Nicht nur mit dem Vorrundenformat eines kompakten Schwimm-Monats gehen die Organisatoren der International Swimming League in der zweiten Saison der Schwimm-Profiliga neue Wege. Auch ein paar weitere frische Ideen haben sie sich für die diesjährigen Wettkämpfe ausgedacht. Wir fassen sie hier zusammen:

KO-Rennen in unterschiedlichen Lagen:

In der ISL-Premieren-Saison stand am Ende eines jeden Meetings ein KO-Wettbewerb über die 50m Freistil auf dem Programm. Diese "Skins"-Rennen wird es auch in diesem Jahr geben, doch es können dabei unterschiedliche Schwimmarten zum Einsatz kommen. Welche Lage geschwommen wird, entscheidet sich am ersten der zwei Wettkampftage eines Meetings. Zur Halbzeit des Events steht eine gemischte Staffel über die 4x100m Lagen auf dem Programm. Der Coach des Siegerteams darf dann auswählen, in welcher Schwimmart am nächsten Tag die KO-Rennen stattfinden sollen.

Jackpot Times:

Wie schon 2019 gibt es in jedem Rennen Punkte für die Teams abhängig von der jeweiligen Platzierungen ihrer Schwimmer Punkte. Neu in Saison 2020: Besonders schnelle Schwimmer haben die Möglichkeit, den langsameren Athleten Punkte "zu stehlen". Dazu müssen bestimmte "Jackpot-Times" geschwommen werden, das sind über die jeweilige Strecke besonders starke Zeiten. Wie genau diese aussehen werden, wurde noch nicht bekannt gegeben.

Das Ranking System:

Ab sofort will die International Swimminge League ihre Athleten nicht nur durch die bei den Wettkämpfen erzielten Punkte miteinander vergleichbar machen, sondern ordnet sie auch in ein neues "Ranking System" ein. Dieses soll bewerten, wie stark die Schwimmer sind. Die genaue Formel, wie die Ranking-Punkte berechnet werden, soll demnächst veröffentlicht werden, auf der ISL-Website ist aber schon dargestellt, welche Schwimmer mit wie vielen Punkten im Ranking System gelistet sind. So hat Marco Koch einen Score von 18.475 Punkten und liegt damit an Stelle 101 der ISL-Schwimmer, Philip Heintz belegt mit 18.869 Zählern Rang 94 und Caeleb Dressel führt die Liste mit einem Score von 52.365 an. 

Neu: Teams aus Tokio und Toronto

Waren es in der Premierensaison noch acht Mannschaften, die die ISL-Krone unter sich ausschwammen, so ist das Feld nun auf zehn Teams gewachsen. Neu mit dabei sind die Tokyo Frog Kings aus Japan und die Toronto Titans aus Kanada. Das Tokio-Team bringt einige Hochkaräter aus dem Olympiagastgeberland an den Start, so zum Beispiel Kosuke Hagino, Daiya Seto oder auch den im vergangenen Jahr noch für das Team London Roar startenden Brasilianer Bruno Fratus. Die Kanadier wiederum können auf Comeback-Schwimmer Brent Hayden bauen und auch die Luxemburgerin Julie Meyen ist hier mit dabei.

Festes Gehalt für mehrere Monate

Mit der Verschiebung zahlreicher Schwimmevents auf das kommende Jahr ist in dieser Saison auch ein Einnahmenausfall für viele Spitzenschwimmer verbunden. Die ISL will dies zumindest etwas abfangen und zahlt jedem ihrer Athleten ein festes Basisgehalt und das nicht nur in den Monaten, in denen die ISL ausgetragen wird. Von September 2020 bis Juni 2021 erhält jeder ISL-Athlet monatlich 1500 US-Dollar unabhängig von Leistung, Geschlecht oder Team. Weitere Prämien können dann bei den ISL-Meetings hinzuverdient werden.

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Bild: (c) ISL