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(25.07.2020) Endlich der Wettkampf-Restart und Deutschlands Top-Schwimmer legen direkt wieder voll los: Zum Auftakt des Bundesstützpunktwettkampfes in Magdeburg konnten die Lokalmatadoren mit starken Zeiten glänzen. Der Deutschen Meisterin Isabel Gose gelang es direkt mal über die 400m Freistil schneller zu sein als die vom DSV geforderte Olympianorm.

In 4:06,38 Minuten stellte sie am Nachmittag einen neuen Deutschen Altersklassenrekord bei den 18-Jährigen auf und blieb 17 Hundertstel unter der zwei Jahrzehnte alten Bestmarke von Hannah Stockbauer. Ihre persönliche Bestzeit drückte die Junioren-Europameisterin damit um mehr als anderthalb Sekunden nach unten und liegt in der Weltrangliste nun an dritter Stelle.

Zudem unterbot Gose klar unter die Normzeit (4:07,50) für die Olympischen Spiele in Tokio, die eigentlich an diesem Wochenende begonnen hätten. Trotzdem wird sie damit ihr Olympiaticket wohl noch nicht gebucht haben. Nach der Verschiebung auf 2021 muss auch der Deutsche Schwimm-Verband seine Qualifikationsvorgaben anpassen. Zwar bleiben die Normen gleich, doch die konkreten Nominierungsrichtlinien und damit auch Informationen dazu, welche Events als Qualifikationswettkämpfe gewertet werden, wurden noch nicht veröffentlicht.

Schnell unterwegs war am Samstag auch Sarah Köhler. Die Vize-Weltmeisterin nutzten den Corona-Restart und Saisonabschluss, um über die 1500m Freistil noch einmal eine starke Zeit ins Becken zu bringen. In 16:03,09 Minuten zeigte sie ihre beste Leistung in diesem Jahr und behauptet damit Platz drei in der Weltrangliste des Chaos-Jahres 2020.

Kurz danach überzeugte auch der Weltmeister Florian Wellbrock über die 1500m Freistil. Er gewann das Rennen in 14:53,62 Minuten. Schneller waren 2020 nur der Ukrainer Mykhailo Romanchuk (14:41,63) und Wellbrock selbst (14:46,61). Bereits am Vormittag hatte der 22-Jährige glänzen können: Über die 400m Freistil lieferte Wellbrock eine Zeit von 3:46,99 Minuten ab - eine seiner schnellsten Leistungen überhaupt über diese Strecke.

Ungewöhnlich beim Wettkampf in Magdeburg: Alle Strecken mit Ausnahme der 800 und 1500m werden sowohl am Vormittag als auch am Nachmittag geschwommen. Damit kann bei dem mit nur 33 Athleten besetzten Meeting ein Vorlauf-Final-Charakter simuliert werden. Der Leipziger David Thomasberger nutzte dies zum Beispiel um über seine Paradestrecke 200m Schmetterling nach eine Zeit von 1:57,81 am Morgen im Rennen am Nachmittag in 1:57,10 Minuten noch eine Schippe drauf zu legen. Die 2017er Vizeweltmeisterin Franziska Hentke lieferte über diese Strecke Zeiten von 2:11,20 und 2:10,64 Minuten ab.

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