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(02.07.2020) Abseits vom Corona-Chaos gibt es dieser Tage auch eine positive Schwimm-Nachricht zu vermelden: Die japanische Spitzenschwimmerin Rikako Ikee peil nach der überstandenen Leukämie-Erkrankung ihr Wettkampf-Comeback an. Im Oktober soll es soweit sein.

Bei den japanischen Hochschulmeisterschaften im Herbst will die Olympia-Finalistin erstmals seit mehr als anderthalb Jahren wieder ins Wettkampfbecken springen. Voraussetzung ist natürlich, dass die Corona-Situation es zulässt, dass der Wettkampf stattfindet.

"Ich fühle mich von Tag zu Tag besser", erzählt sie gegenüber dem japanischen Newsportal mainichi.jp. Trotzdem sei es noch ein langer Weg zurück zur alten Stärke, in der sie vorn in der Weltspitze über die kurzen Schmetterling- und Freistilstrecken mitmischte. "Ich denke, ich bin jetzt auf dem Niveau, das ich in der siebten oder achten Klasse hatte."

Seit etwas mehr als drei Monaten trainiert die übermorgen 20 Jahre alt werdende Schwimmhoffnung wieder. Aktuell stehen für sie vier Trainingseingeinheiten im Becken und einmal Krafttraining pro Woche auf dem Programm.

Im Februar 2019 war bei Ikee Leukämie diagnostiziert worden. Vor ihrer Erkrankung galt sie als eine der großen Medaillenkandidatinnen im Team der Olympia-Gastgeber. Die Verschiebung der Spiele auf 2021 weckt nun neue Hoffnungen bei den Schwimmfans des Landes, doch Ikee plant langfristiger. "Mein Ziel ist 2024. Ich hoffe, dafür eine gute Grundlage bauen zu können dadurch, dass ich nicht mehr an die Olympischen Spiele im nächsten Jahr gebunden bin", erklärt sie vorausschauend.