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(18.06.2020) Der Schwimmsport erwacht Stück für Stück aus der Schockstarre der Corona-Pandemie und nachdem die deutschen Kaderschwimmer schon seit einiger Zeit wieder ihre Trainingsbahnen ziehen dürfen, wächst bei vielen von ihnen die Sehnsucht nach dem Wettkampfbecken.  "Es ist schon so, dass alle mit den Füßen scharren", meint so auch Bundestrainer Bernd Berkhahn im aktuellen Olympia-Podcast der ARD-Sportschau, in dem auch Marco Koch und Britta Steffen zu Wort kommen. 

Berkhahn gegenüber hätten die Athleten bereits signalisiert: "Wenn sich Wettkämpfe anbieten, dann möchte ich auch unbedingt starten." Dies sei verständlich, so der Magdeburger Coach. "Dafür machen sie das alle. Wir werden sehen, dass wir möglichst schnell Lösungen finden."

Auch Marco Koch vermisst den Sprung vom Wettkampfblock. "Ohne Ziel einfach so zu trainieren, fällt mir sehr schwer", gibt er im Sportschau-Podcast zu. "Jetzt, wo klar wird, dass es gegen Ende des Jahres wieder den einen oder anderen Wettkampf gibt, wird es einfacher das Training durchzuziehen."

Koch sei nach Absage der Olympischen Spiele zunächst in die vorgezogene Sommerpause abgetaucht, erklärt der Frankfurter. Mittlerweile arbeite er wieder an seiner Form für Tokio. Derzeit stünde dabei erstmal nur eine Einheit pro Tag im Becken auf dem Programm, auch um mental nicht direkt wieder voll einzusteigen. Denn: "Bis August nächstes Jahr wird es noch eine sehr lange Saison", weiß der 2015er Weltmeister.

Mittlerweile sieht er die Verschiebung der Olympischen Spiele auf 2021 sogar als Vorteil, unter anderem weil sich dadurch die Zusammenarbeit mit seinem Coach Dirk Lange besser einspielen kann. Beide bilden erst seit Jahresbeginn (wieder) ein Gespann. "Wir hätten eigentlich nur ungefähr acht Monate zusammen gehabt. Da darf natürlich gar nichts schief gehen. Und so haben wir einfach noch mehr Zeit miteinander", meint Koch. Dadurch seien Feinjustierungen mit Blick auf Tokio noch besser möglich.

Der Bundestrainer sieht es übrigens ähnlich. Für Bernd Berkhahn ist der Fokus klar: "Am 23. Juli 2021 beginnen die Olympischen Spiele. Und wir haben jetzt Zeit an unseren Defiziten zu arbeiten." 

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