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(05.04.2020) Das Vereinsleben liegt derzeit bundesweit so gut wie komplett lahm, um die Verbreitung des Coronavirus weiter einzudämmen. Davon betroffen sind auch Sitzungen und Zusammenkünfte von Vereinsgremien. Der Deutsche Schwimm-Verband will dennoch seine für das Frühjahr vorgesehen Mitgliederversammlung abhalten und setzt dabei auf Digitalisierung.

So teilte der DSV am Sonntag mit, man wolle die Mitgliederversammlung "erstmals online" durchführen. Der ursprüngliche Termin der wichtigen Zusammenkunft von Vertretern aller Landesverbände stand für den 7. März im Kalender, wurde aber abgesagt. Aufgrund der derzeitigen Lage ist nicht abzusehen, wann wieder größere Versammlungen abgehalten werden können, daher ließe sich ein Ersatztermin, bei dem alle Stimmberechtigten persönlich vor Ort sind, wohl kaum planen.

Die Mitgliederversammlung ist das wichtigste Organ der Ende 2018 verabschiedeten neuen Satzung des Deutschen Schwimm-Verbandes und findet zweimal jährlich statt. Sie ist quasi das Parlament des DSV. Delegierte der dem DSV angehörenden Landesverbände entscheiden hier "in allen grundsätzlichen Fragen, die ideelle, sportliche, wirtschaftliche und strategische Belange betreffen". Das umfasst Themen wie die Beitrags- und Rechtsordnung des Verbandes aber auch die Wahl des DSV-Präsidiums.

Das höchste Amt im Deutsche Schwimm-Verband ist derweil nach wie vor unbesetzt. Seit dem Rücktritt der ehemaligen DSV-Präsidentin Gabi Dörries im Dezember 2018 hat sich kein Nachfolger für den Posten gefunden. Im zurückliegenden Jahr beschlossen die Verbandsvertreter mit großer Mehrheit, erst bei der übernächsten Mitgliederversammlung im Herbst 2020 eine/n neue/n Präsident/in zu wählen. Es bleibt zu hoffen, dass die Umstände es dann wieder zulassen, dass die Delegierten zu diesem wichtigen Anlass dann wieder persönlich zusammenkommen können.