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(16.02.2020) Der internationale Sportgerichtshof CAS hat die Dopingsperre gegen den brasilianischen Vize-Weltmeister Gabriel Santos (Bild: rechts) für ungültig erklärt. Dies gab der CAS am Freitag bekannt.

Santos war im zurückliegenden Jahr vom Weltverband FINA zunächst für acht Monate gesperrt worden. Nach der Anhörung des Sportlers vor dem Anti-Doping-Ausschuss des Verbandes wurde die Strafe sogar auf zwölf Monate angehoben. 

Er hätte damit keine Möglichkeit mehr gehabt, an den Olympischen Spiele 2020 teilzunehmen. Die Sperre sollte zwar am 20. Juli 2020 enden und damit eine Woche vor Beginn der Wettbewerbe in Tokio. Für Santos wäre dies jedoch zu spät gewesen, um sich für Olympia zu qualifizieren.

Der Sportgerichtshof CAS folgte nun der Begründung des Brasilianers, dass das bei ihm nachgewiesene anabole Steroid Clostebol über Verunreinigungen in seinen Körper gelangt sei. Da eines seiner Familienmitglieder das Mittel aus medizinischen Gründen benutzt, habe er über gemeinsam genutzte Haushaltsgegenstände Spuren davon zu sich genommen. Auch die FINA hatte diese Erklärung bereits für glaubhaft befunden, gegen Santos dennoch eine Sperre verhängt. Letzteres kritisierte der CAS und hob die Sperre gegen den Brasilianer auf.

Damit hat Santos nun doch die Möglichkeit, um einen Platz im brasilianischen Olympia-Team zu kämpfen. Der 23-Jährige gilt als Spezialist für die Kraulsprints und hatte bei den Weltmeisterschaften 2017 mit der 4x100m Freistilstaffel seines Landes WM-Silber geholt.

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