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(04.12.2019) Eine Medaille für Christian Diener, ein starke Ausgangsposition für Marius Kusch und ein neuer Europarekord. Die Kurzbahn-Europameisterschaften in Glasgow haben mit Volldampf begonnen.

Das Highlight aus deutsche Sicht war dabei Christian Dieners Silberrennen über die 200m Rücken. In 1:50,05 Minuten musste er sich nur dem Polen Radoslaw Kawecki geschlagen geben. Mehr dazu hier: Silber in Glasgow: Christian Diener wird Vize-Europameister

Auch am Donnerstag dürften die deutschen Schwimmer heiße Eisen im Feuer haben. Über die 100m Schmetterling brachte sich so zum Beispiel heute Marius Kusch bereits in Position für die morgige Medaillenjagd. In 50,08 Sekunden qualifizierte er sich mit der drittschnellsten Zeit für den Endlauf. "Das Ziel für heute war sicher ins Finale zu kommen und das mit einer guten Bahnbelegung, das ist der Fall", meinte Kusch nach dem Rennen. "Damit bin ich zufrieden und jetzt schauen wir mal, was morgen so geht." Sein Teamkollege Ramon Klenz schwamm in 50,91 Sekunden auf den 15. Platz.

Nur wenige Minuten später waren die beiden schon wieder im Einsatz. Im Finale über die 4x50m Freistil belegten Kusch (21,30) und Klenz (21,54) gemeinsam mit Artem Selin (21,69) und Damian Wierling (21,22) in 1:25,75 Minuten den siebten Platz. Gold ging an das Quartett aus Russland (1:22,92) vor Polen (1:23,74) und Italien (1:24,50).

Den Sieg für die russische Staffel schwamm Vladimir Morozov nach Hause, der sich damit innerhalb einer Viertelstunde zwei Titel sicherte. Zuvor hatte er bereits die 50m Brust für sich entschieden und dabei in 25,51 Sekunden einen neuen Europarekord aufgestellt. Die alte Bestmarke des Italieners Fabio Scozzoli unterbot er um elf Hundertstel. Scozzoli musste sich heute hinter dem Überraschungszweiten Emre Sakci (25,81) aus der Türkei gemeinsam mit dem Niederländer Arno Kamminga in 25,84 Sekunden zeitgleich die Bronzemedaille teilen.

Über die 50m Brust der Damen bestätigte Anna Elendt ihre Vorlaufleistung und wurde im Halbfinale in 30,52 Sekunden Elfte. Den Titel im Finale später am Abend sicherte sich die 14-jährige Italienerin Benedetta Pilato. Sie stellte in 29,31 Sekunden zum dritten Mal heute einen Junioren-Weltrekord über diese Strecke auf. 

Im Halbfinale über die 100m Rücken wackelte die Niederländerin Kira Toussaint am Europarekord. In 55,17 Sekunden verfehlte sie nur um 14 Hundertstel die von Katinka Hosszu gehaltene Bestmarke.

Hosszu selbst hatte kurz zuvor über die 400m Lagen gemeinsam mit Zsuzsanna Jakabos einen ungarischen Doppelsieg gefeiert. In 4:25,10 Minuten war es eine klare Sache für die Iron Lady. Jakabos setzte sich dahinter in 4:28,76 Minuten im Kampf um Silber gegen die Italienerin Ilaria Cusinato (4:29,13) durch. Bemerkenswert: Für Hosszu war es die 90. Medaille bei Welt- und Europameisterschaften sowie Olympischen Spielen und ihr insgesamt 60. internationaler Titel.

Über die 400m Freistil der Herren nahm der Litauer Danas Rapsys heute sogar den Weltrekord ins Visier. In 3:33,20 Minuten kam er bis auf weniger als eine Sekunde an die Bestmarke des Franzosen Yannick Agnel (3:32,25) heran. Der Brite Thomas Dean (3:37,95) und Italiens Gabriele Detti (3:38,06) komplettierten das Podium.

Die Links zur Kurzbahn-EM 2019: