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(25.11.2011) Am zweiten Tag der Deutschen Kurzbahnmeisterschaften in Wuppertal konnte Britta Steffen mit neuer Weltjahresbestzeit über die 100m Freistil für das Highlight sorgen. Paul Biedermann holte sich den Titel über die 200m Freistil zurück. Insgesamt wurden heute elf Tickets für die Kurzbahn-Europameisterschaften in Stettin (Polen) vergeben.

 

Mit einem Ausrufezeichen ist Olympiasiegerin Britta Steffen in die Deutschen Kurzbahnmeisterschaften in Wuppertal gestartet. Über die 100m Freistil holte sich die Berlinerin nicht nur souverän den Titel. Sie stellte in 52,00 Sekunden zudem eine neue Weltjahresbestzeit auf. Diese hielt bisher US-Girl Melissa Franklin in 52,09 Sekunden. “Ich fühle mich wieder mehr als Sprinterin und nicht mehr so aufgepumpt”, so Steffen, die ihr durchwachsenes Abschneiden bei der WM im Sommer unter anderem auf zu intensives Krafttraining zurückgeführt hatte. Silber ging an Staffel-Europameisterin Daniela Schreiber in 53,11 Sekunden. Die Hallenserin kann sich damit ebenso wie Britta Steffen über das Ticket für die Kurzbahn-EM in Polen freuen. Auf den dritten Platz schwamm in 53,77 Sekunden Silke Lippok.

Biedermann holt sich DM-Titel zurück

Zum Auftakt des Finaltages hatte sich Weltrekordhalter Paul Biedermann wenige Minuten zuvor den Meistertitel über die 200m Freistil zurückholen können. In 1:44,06 Minuten sicherte er sich die Goldmedaille und damit die Qualifikation für die Kurzbahn-EM in Stettin. “Ich kann zufrieden sein, bin qualifiziert für die EM, das war das Ziel. Die Zeit war nicht so gut. In Stettin möchte ich Europameister werden”, so der Hallenser. Im vergangenen Jahr hatte sich Biedermann noch überraschend Markus Deibler geschlagen geben müssen, dieser war jedoch diesmal nicht am Start. Silber ging in 1:44,84 Minuten an Robin Backhaus, der seinen Berliner Team-Kollegen Tom Siara um sieben Hundertstel hinter sich lassen konnte, und damit ebenfalls für die EM qualifiziert ist.

Junioren-Weltmeister Christian Diener holte sich den Titel über die 50m Rücken und kann damit ebenfalls mit der EM-Teilnahme rechnen. In 24,03 Sekunden ließ er “Alt-Meister” Stefan Herbst um 16 Hundertstel hinter sich. Bronze ging an Marco Di Carli in 24,49 Sekunden.

Altersklassenrekorde für Simon und Hummel

Den Meistertitel und das EM-Ticket über die 100m Brust holte sich Sarah Poewe in 1:06,60 Minuten. Auf Platz zwei kam mit zwei Zehntelsekunden Rückstand Caroline Ruhnau. Bronze holte sich mit neuer Jahrgangsbestmarke bei den 17-Jährigen in 1:06,84 Minuten Laura Simon. Im B-Finale hatte zuvor bereits Margarethe Hummel ihren eigenen im Vorlauf aufgestellten Deutschen Altersklassenrekord bei den 14-Jährigen um mehr als anderthalb Sekunden auf 1:07,71 Minuten drücken können.

Bei den Herren holte sich über diese Strecke der Weltcup-Dritte Marco Koch in 59,44 Sekunden den Titel. Auch er steht damit, da er dem DSV-Olympiakader angehört, im EM-Team. Silber ging an Johannes Neumann in 59,82 Sekunden. Dritter wurde Hendrik Feldwehr in 59,95 Sekunden.

Brandt schwimmt im dritten Anlauf zu Gold und EM-Ticket

Nachdem sie zuvor über die 100m Freistil und Brust am Podium vorbeigeschwommen war, konnte sich Dorothea Brandt über die 50m Schmetterling Titel und Ticket holen. In 26,55 Sekunden konnte sie die Vorlaufschnellste Paulina Schmiedel um eine hauchdünne Hundertstelsekunde hinter sich lassen. Bronze ging in 26,98 Sekunden an Franziska Hentke. Bei den Männern ging der Titel in 23,00 Sekunden an Weltrekordhalter Steffen Deibler, der damit ebenfalls für die EM qualifiziert ist. Stefan Herbst konnte sich in 23,57 Sekunden über eine weitere Silbermedaille freuen. Dritter wurde Johannes Dietrich in 23,74 Sekunden.

Auch Härle und Mensing holen sich das EM-Ticket

Über die 800m Freistil konnte Isabelle Härle in 8:24,40 Minuten die EM-Qualifikationsnorm um 1,44 Sekunden unterbieten. Silber ging an Sarah Köhler, die in 8:27,41 Minuten knapp scheiterte. Sabrina Marzahn komplettierte in 8:31,24 Minuten das Podium.

Die 200m Rücken entschied Jenny Mensing für sich, die als Mitglied des Olympiakaders damit ebenfalls für Stettin qualifiziert ist. In 2:06,81 Minuten konnte sie Betty Buschick (2:10,13) und Alexandra Wenk (2:11,02) deutlich hinter sich lassen.

Über die 4x50m Freistil holte sich bei den Herren das Team der SG Frankfurt in 1:28,63 Sekunden den Titel. Bei den Damen gewann das Quartett der SG Essen in 1:41,46 Minuten.

Bisher für die EM qualifiziert:
Theresa Michalak, Britta Steffen, Daniela Schreiber, Sarah Poewe, Dorothea Brandt, Isabelle Härle, Jenny Mensing
Yannick Lebherz, Paul Biedermann, Robin Backhaus, Christian Diener, Marco Koch, Steffen Deibler