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(19.04.2013) Nach den Enthüllungen über die bedenklichen Vorgänge im australischen Schwimmteam während der Olympischen Spiele in London wurden nun erste Strafen gegen die damals Beteiligten verhängt. Darunter dürfte sich auch Weltmeister und Vize-Olympiasieger James Magnussen befinden.

In einer Pressemitteilung erklärte der australische Schwimm-Verband, dass gegen sechs Athleten Geldstrafen sowie Sperren ausgesprochen wurden. Die Höhe der zu zahlenden Beträge wurde nicht veröffentlicht. Zudem sollen die Sperren erst mit einer bisher unbekannten zeitlichen Verzögerung in Kraft treten.

Die Namen der Athleten wurden zwar ebefalls nicht genannt, in der Pressemitteilung werden sie jedoch als die sechs Mitglieder der australischen 4x100m Freistilstaffel der Herren bezeichnet. Dies waren James Magnussen, Tommaso D’Orsogna, Cameron McEvoy, James Roberts, Eamon Sullivan und Matt Targett.

Die Athleten haben zugegeben, während der Olympischen Spiele in London missbräuchlich das zwar legale, vom Verband aber nicht geduldete Schlafmittel Stilnox eingenommen zu haben. Auch die Belästigung von weiteren Teammitgliedern, Mobbing und rüpelhaftes Verhalten zählen zu den Vorwürfen, denen sich die Athleten gegenüber sehen.

Die Entscheidung des Verbandes kommt nur kurze Zeit vor dem Beginn der australischen Meisterschaften in Adelaide. Ab dem Freitag der kommenden Woche (26. April) kämpfen die Top-Schwimmer in Downunder um die Qualifikation für die Weltmeisterschaften in Barcelona.